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D1: Umsiedlungen in Erkelenz, Kerpen und Merzenich

Entscheidungssatz 13: Umsiedlungen in Erkelenz, Kerpen und Merzenich

Die Umsiedlung der Kerpener Ortschaft Manheim, Tagebau Hambach, ist entsprechend dem Braunkohlenplan „Umsiedlung Manheim“ im Jahr 2022 abzuschließen.

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Rückmeldung zum Themenbereich D: Ein sozialverträgliches Konzept: Umsiedlungen im Rheinischen Revier

Haben Sie Rückmeldungen, die sich auf den gesamten Themenbereich D: "Ein sozialverträgliches Konzept: Umsiedlungen im Rheinischen Revier" beziehen

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D2: Morschenich mit neuer Perspektive

Entscheidungssatz 14: Morschenich mit neuer Perspektive

Unter Berücksichtigung der besonderen Situation und Lage von Morschenich-Alt sind die räumlichen Voraussetzungen für eine vielfältige, nachhaltige und innovative Nutzung als ein „Ort der Zukunft“ zu schaffen.

In der Leitentscheidung 2016 zur Verkleinerung des Tagebaus Garzweiler II wurden für den nicht mehr für eine bergbauliche Inanspruchnahme vorgesehenen Ort Holzweiler Aussagen getroffen, die den Ort lebenswert erhalten und ihm eine Perspektive einräumen sollen (s. dort, Entscheidungssatz 3). Diese Aussagen haben auch weiterhin Bestand. Nun wird auch Morschenich-Alt nicht mehr für den Betrieb des Tagebaus Hambach in Anspruch genommen. Allerdings liegt hier eine andere Ausgangssituation als bei Holzweiler vor. Während es für Holzweiler nie einen Umsiedlungsplan und für die Bevölkerung nie den Umsiedlerstatus gab, gilt dies für Morschenich nicht. Hier wurde bereits Ende 2013 auf Grundlage des Braunkohlenplans „Umsiedlung Morschenich“ mit der Umsiedlung der Bevölkerung nach Morschenich-Neu begonnen. Da die Umsiedlung der früheren Einwohnerinnen und Einwohner in Folge nahezu vollständig umgesetzt wurde, ist am Altort kein intaktes Dorfleben mehr vorhanden. Somit gilt es, für Morschenich-Alt neue Entwicklungsoptionen zu entwickeln.

Morschenich soll zu einem „Ort der Zukunft“ werden können, der Raum für Innovationen bieten kann. Ein Konzept für die „Orte der Zukunft“ wird im „Revierknoten Raum“ im Rahmen des Wirtschafts- und Strukturprogramms für das Rheinische Revier gemeinsam mit der Gemeinde Merzenich erarbeitet werden. Der Ort könnte sich auch als Standort für die geplante „Internationale Bau- und Technologieausstellung“ im Rheinischen Revier anbieten. Die für das frühere Ortsbild historisch wertvollen Gebäude sollen möglichst erhalten werden. Bei Überlegungen für eine Nachnutzung des Standortes sollten auch Freiraumbelange beachtet werden. Die Bergbautreibende ist als Grundstückeigentümerin dazu aufgerufen, an den Zukunftsplänen für Morschenich mitzuwirken und sie aktiv zu unterstützen.

Kommentare

Moderationskommentar

Sehr geehrte Nutzerinnen und Nutzer,

Wir sind erfreut über die sehr rege Beteiligung auf dieser Plattform zur Leitentscheidung Braunkohle.

Wir möchten an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen, dass im Mittelpunkt der Öffentlichkeitsbeteiligung die 14 Entscheidungssätze des Entwurfs der neuen Leitentscheidung stehen.
Hier ist das Land an allgemeinen, sachorientierten Stellungnahmen zum Inhalt der einzelnen Entscheidungsätze interessiert, nicht an Korrekturen einzelner Formulierungen oder an grundsätzlichen Beiträgen, die sich nicht auf die Entscheidungssätze beziehen.

Es ist auch möglich, Stellungnahmen einzureichen, die sich nicht auf einen konkreten Entscheidungssatz des Dokuments, sondern auf ein Thema oder auf das ganze Dokument beziehen.

Die Öffentlichkeitsbeteiligung ist eine Konsultation. Das heißt, es wird um Feedback gebeten. Es ist nicht vorgesehen, fachliche Fragen an die zuständigen Behörden zu stellen.
Dennoch bemühen wir uns bei grundlegenden Verständnisfragen zum Entwurfstext, diese in Absprache mit dem Ministerium zu beantworten, um eine informierte Grundlage zur Beteiligung zu schaffen.
Dies kann jedoch mitunter einige Zeit in Anspruch nehmen.

Bitte konsultieren Sie bei etwaigen Fragen zum Verfahren und dem Entwurfstext der Leitentscheidung zunächst die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen und "Häufige Fragen"

Wir bitten um Ihr Verständnis,
Ihr Moderationsteam

Orte mit vergleichbarer Bebeauung gibt es viele in NRW. Im Gegensatz zu allen anderen Ortschaften befindet sich Morschenich jedoch quasi komplett im Eigentum einer Eigentümerin, RWE. Hier bieten sich Chancen, ein gesamtes Dorf nachhaltig umzugestalten und für die Zukunft anderer Orte zu lernen.

So ist es beispielsweise i. d. R. nicht möglich, den gesamten Immobilienbestand energetisch zu sanieren; einzelne Eigentümer werden sich immer dagegen entscheiden. Verkehrsplanerisch müssen immer ein Abwägungen zwischen nachhaltiger Fortbewegung und Pkw-gebundenem Individualverkehr getroffen werden.

Für Morschenich könnte ein Konzept entworfen werden, das sich strikt nach ökologischen Prinzipien orientiert. Gleichzeitig sollte das Konzept auf der bestehenden Substanz aufbauen und nicht auf eine komplett neue Siedlungsform mit Neubauten zurückgreifen. Nur so kann man für die Umgestaltung anderer bestehender Ortschaften lernen. Den neuen oder zurückkehrenden alten Bewohner von Morschenich würde das Konzept eine zukunftweisende Sicherheit geben; Menschen mit gegenteiligen Lebensstilen würden sich nicht übergangen fühlen, sondern erst gar nicht dorthin ziehen.

In Teil A wird innovative, nachhaltige Mobilität gewünscht - in Morschenich könnte diese umgesetzt werden. Der Hambacher Forst hat europaweite Bekanntheit erhalten und zieht Menschen unterschiedlicher Herkunft und Bildung an. In Morschenich könnten diese ein Gesellschaftsmodell entwickeln und ausprobieren, dessen Skalierbarkeit und Übertragbarkeit anschließend erprobt wird. Welche Regeln und Standards entwickeln die Aktivisten, deren Verhalten medial und in der Öffentlichkeit oft als kriminell dargestellt wird? Wie setzen sie diese Standards durch?

Ergänzen ließe sich dies mit Bildungseinrichtungen entweder zur Beruflichen Aus- und Fortbildung etwa von Pflegekräften, mit Seniorenwohnungen oder Flüchtlingsunterkünften. Vorausgesetzt, es lassen sich Ärzte, Schulen und andere notwendige Einrichtungen der Daseinsvorsorge einrichten.