Vorheriger Vorschlag

A2: Energieregion der Zukunft und Mobilitätsrevier der Zukunft

Entscheidungssatz 2: Energieregion der Zukunft und Mobilitätsrevier der Zukunft, Wiederherstellung landwirtschaftlicher Nutzflächen

Das Rheinischen Revier soll von einer vom Kohlebergbau geprägten hin zu einer nachhaltigen Mobi

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Rückmeldung zum Themenbereich Raumentwicklung für die Zukunft: Neue Chancen für die Region

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Kommentare

Aus Entscheidungssatz 1 dringt hervor, dass kommunale Planungsvorhaben bereits frühzeitig in etwa den Abschlussbetriebsplänen berücksichtigt werden sollen, was erst einmal positiv zu bewerten ist. Dann wiederum stellt sich die Frage, auch vor dem Hintergrund von Herrn Kuliks Aussage, dass die Planungen ein geschlossenes Gerüst darstellen aber gleichzeitig die "Umsetzung" vorrangig ist, wie sich städtebauliche Entwicklungen der Städte/Gemeinden praktisch gegenüber den übergeordneten Planwerken beschleunigen lassen?
Dies würde mich besonders vor dem Hintergrund von Entscheidungssatz 5 interessieren, der die Dringlichkeit des Sprungs der Stadt Jüchen nach Süden, über die A46 und "zurück auf ihr ehemaliges Stadtgebiet" noch einmal in den Vordergrund stellt.

Wenn kommunale Planungen unter dem Planziel "Neuorientiering des Rheinischen Reviers" geschehen ist, ist dem nichts einzuwenden.
Solange aber nicht ein Konzept besteht wie sich künftig das Rheinische Revier zeigen soll, ist Vorsicht und Zurückhaltung angebracht. Die Sammlung von Vorschlägen trägt allemal dazu bei.

Bisher waren alle Leitentscheidungen einseitig von baulichen/wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten geprägt. Die Schutzräume die in der Rekultivierung geschaffen wurden, weisen ein überdurchschnittliches ökologisches Potential auf und müssen für den Artenschutz erhalten bleiben. Die Wiederherstellung der Landschaft wurde durch die Forschungsstelle Rekultivierung wissenschaftlich begleitet und veröffentlicht. Bedauerlicherweise verschwinden diese Flächen, wenn diese in das kommunale oder private Eigentum übergehen - Wiederansiedlung der Feldhamster, Privatisierung der Königshovener Mulde sind nur die letzten Beispiele!
Hier wird jahrelange Natur/ und Artenschutzarbeit einfach untergepflügt!

Das stellt für mich auch ein Totalversagen der Behörden dar!

Der Natur- und Artenschutz muss land- und naturschutzrechtlich abgesichert werden. Artenschutzbedeutsame Flächen wie Grünzüge, Blühstreifen, Seeböschungen und bedeutsame Feldvogelgebiete müssen in der Regional- und Landschaftsplanung berücksichtigt und nachhaltig hinterlegt werden.
Die von der Forschungsstelle Rekultivierung angelegten Landschaftsstrukturen dürfen nicht mehr privatisiert werden, und damit die bisherige Natur- und Artenschutzentwicklung zu gefährden.
Ich fordere die Entscheidungsträger daher auf, dem Natur- und Artenschutz im Rahmen der Leitentscheidung ein umfängliches Interesse entgegenzubringen!

Was wird sein, wenn die Braunkohlen-Tagebaue geflutet sind und der Grundwasserstand sich normalisiert hat?
Was derzeit im Lebensraum noch als normal empfunden wird, gilt das auch für die Zukunft?
Derzeit viele Fragen. Konzepte und Strategien? Antworten stehen aus.

Eine Anregung für die Leitentscheidung "Raumentwicklung für die Zukunft".

Heil- oder Gesundheitswälder sind Wälder, in denen sich die Menschen besonders gut erholen können. Aktuell werden achtsame Aufenthalte im Wald für alle Sinne, oft unter dem Begriff „Waldbaden“ benannt.

Inzwischen gibt es jede Menge Daten die beweisen, was Waldbaden bewirken kann
* den Blutdruck senken;
* Stress reduzieren (Adrenalin- und Cortisolspiegel senken);
* Herz-Kreislauf- und Stoffwechselsystem fördern;
* Konzentration und Gedächtnis verbessern;
* Burnout, Depressionen, Ängste und Wut lindern;
* Schmerzschwellen erhöhen;
* Energie und Tatkraft fördern;
* Zunahme der natürlichen Killerzellen, die das Immunsystem stärken (NK-Zellen);
* Produktion von Anti-Krebs-Proteinen erhöhen (Perforin, Granulysin u. Granzyme);
* bei der Gewichtsreduktion helfen.

Im ersten Heilwald in NRW sollen zusätzlich aufgestellt werden
* Stationen zur Sinneserfahrungen;
* Erläuterungstafeln mit Hinweisen zu Achtsamkeitsübungen, Zitaten und Gedichten
zur Gesundheit und zum Wald;
* Toilettenanlagen.

Zu den Kriterien eines Heilwaldes gehören sanfte Steigungen, gepflegte Wege, eine große Pflanzenvielfalt und sehr viele Bäume, vor allem immergrüne Arten.

„Nur“ ein Heilwald mag auf den ersten Blick nicht als spektakuläre Perspektive für das Rheinische Revier wirken, aber auf dem zweiten Blick bietet er den Bürgerinnen und Bürgern, sowie den Gästen, einen unschlagbaren Nutzen und erfüllt in unseren Augen folgende Beurteilungskriterien: Substanz der Idee, Innovationsgehalt, Nachhaltigkeit, Umwelt- und Naturschutz, Beitrag zur regionalen Landschaftsentwicklung, Realisierbarkeit, Angemessenheit der Kosten und Strahlkraft.

Der Heilwald ist auch ein Zurück in die Zukunft, denn es musste auf dem Gebiet auch Wald weichen. Und im Zuge des Klimawandels brauchen wir jeden Wald, gerade in der Nähe von Ballungsgebieten.

Ein Heilwald bietet Natur und Erholung und erfüllt alle Aspekte der Nachhaltigkeit für die Menschen in der Rheinischen Region und ihre Gäste.

In Bayern und Mecklenburg-Vorpommern gibt es bereits Heilwälder und somit können schon Lernprozesse genutzt werden.

Vielen Dank.

Mit besten Grüßen
Hans-Georg Renner

Deutlicher als bisher sollte die Leitentscheidung herausarbeiten, dass Raumentwicklungen für das Wohnen, für die Landwirtschaft, für einen ernst gemeinten Naturschutz, für Gewerbe und für die Freizeitnutzung durchaus parallel und gleichzeitig möglich sind. So ist es sowohl möglich, Flächen geringer Artendichte als Gewerbe auszuweisen und andere Flächen gleichwertig geringer ökologischer Relevanz so stark naturschützlerisch aufzuwerten, dass die Biodiversität sehr markant gesteigert wird. Ökologie und Ökonomie müssen gemeinsam entwickelt werden.

Moderationskommentar

Sehr geehrte Nutzerinnen und Nutzer,

Wir sind erfreut über die sehr rege Beteiligung auf dieser Plattform zur Leitentscheidung Braunkohle.

Wir möchten an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen, dass im Mittelpunkt der Öffentlichkeitsbeteiligung die 14 Entscheidungssätze des Entwurfs der neuen Leitentscheidung stehen.
Hier ist das Land an allgemeinen, sachorientierten Stellungnahmen zum Inhalt der einzelnen Entscheidungsätze interessiert, nicht an Korrekturen einzelner Formulierungen oder an grundsätzlichen Beiträgen, die sich nicht auf die Entscheidungssätze beziehen.

Es ist auch möglich, Stellungnahmen einzureichen, die sich nicht auf einen konkreten Entscheidungssatz des Dokuments, sondern auf ein Thema oder auf das ganze Dokument beziehen.

Die Öffentlichkeitsbeteiligung ist eine Konsultation. Das heißt, es wird um Feedback gebeten. Es ist nicht vorgesehen, fachliche Fragen an die zuständigen Behörden zu stellen.
Dennoch bemühen wir uns bei grundlegenden Verständnisfragen zum Entwurfstext, diese in Absprache mit dem Ministerium zu beantworten, um eine informierte Grundlage zur Beteiligung zu schaffen.
Dies kann jedoch mitunter einige Zeit in Anspruch nehmen.

Bitte konsultieren Sie bei etwaigen Fragen zum Verfahren und dem Entwurfstext der Leitentscheidung zunächst die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen und "Häufige Fragen"

Wir bitten um Ihr Verständnis,
Ihr Moderationsteam

Das Rheinische Revier war bisher ein Energielieferant, über die regionale Grenzen hinweg. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Niveau auch mit PV oder Windenergie zu erreichen ist. Daher sollte nicht übertrieben viel Windmühlen und PV-Anlagen aufgebaut werden. Allerdings bietet die Region mit den großen Löchern ein gutes Demonstrationsfeld für neue Energie-Speichermethoden (Pumpspeicher, Druckspeicher etc.). Solange nationale erneuerbare Energien nicht ausreichen um Kohle- und Atom-Verstromung abzulösen, werden Wasserstoffimporte (aus Afrika?) notwendig sein. Daher wäre eine Speichertechnologie mit Wasserstoff als Brückenenergie zu überlegen, damit hätte die Region ein Alleinstellungsmerkmal. Generell ist absolut erforderlich, dass die Region zumindest europaweit beispielhaft klimaneutral und nachhaltig ist. Wie will man sonst attraktive Arbeitsplätze als Ersatz für die wegfallende Braunkohleindustrie generieren? Natürlich muss der lokale Verkehr auf Elektro und Wasserstoff umgestellt werden, aber wie kann die Region darüber hinaus Mobilitätslösungen exportieren? Eine große Chance liegt in der Landwirtschaft, sie sollte so gestaltet werden, dass sie einen Beitrag zur CO2-Sequestrierung (z.B. im Boden) leistet und offen ist für neue Beteiligungsmodelle. In der Verarbeitung von Agrarreststoffen, sowie von Holzabfällen können Unternehmen der Bioökonomie eingebunden werden. Es ist zu überlegen, ob Anreize für die Ansiedlung von Unternehmen geboten werden, die Technologien für CO2-Abscheidung aus der Luft entwickeln und ihre Produkte (z.B. Methan, Methanol) in die chemische Industrie einspeisen.

Die Überlegungen zu einer nachhaltigen, innovativen Nutzung gehen in die richtige Richtung. Teil A ist programmatisch absolut offen und gibt weder eine Richtungsentscheidung vor noch konkrete Ziele und Meilensteine. Hier empfehle ich dringend, inhaltlich arbeitende Organisationen der Zivilgesellschaft einzubeziehen und mit der Entwicklung konkreter Ideen sowie umsetzbarer Projekte zu beauftragen, um sicherzustellen, dass die Entwicklung am Ende den Bürgern dient und Haushaltsgelder verantwortungsvoll umsetzt. Und nur so lässt sich vermeiden, dass Wirtschaftsinteressen einzelner Unternehmen vor das Gemeinwohl gestellt werden. Dies ist in der Vergangenheit leider zu oft passiert, als dass wir es weiterhin hinnehmen könnten.

Alles Giga bei der Zukunftsplanung des Rheinischen Braunkohlereviers.

Im Übereifer innovativer Leuchtturmvisionen, wie sie gefordert werden, fallen mir einige zukunftsweisende Gigaprojekte mit dem Potenzial zu führenden Kompetenzballungszentren ein. Hier ist ein Vorschlag:

Ein weltgrößtes Riesenteleskop auf 36 km² würde zwar zu einem wegweisend leuchtenden Wissenschaftsstandort führen, aber außer einigen spektakulären Erkenntnissen liefert das zu wenig Attraktion, zu wenig Umsatz und zu wenig Arbeitsplätze. Demgegenüber würde allerdings das weltgrößte tagebauüberspannende Riesentrampolin sehr wohl Menschenmassen aus aller Welt locken, sich in völkerverständigendem Spaßhüpfen auf den weiten Flächen zu tummeln. Ein Spaßwerk von einer weit über die Region strahlenden Leuchtkraft. Das schafft tausende an Arbeitsplätzen in weitem Umkreis, allein schon um die Trampolinfläche auf Spannung zu halten.
Das Tagebauloch dagegen einfach voll Wasser laufen lassen, dauert viel zu lange und ist angesichts der nahen traditionsreichen niederländischen Wassertourismuskompetenz belang- und einfallslos. Nachhaltig wird das Ganze dann noch, wenn man die alten Fördergummibänder aus dem Tagebaubetrieb wiederverwertet. So kann man noch mit einem golden recycling-award rechnen und an Fördergelder kommen.

Moderationskommentar

Guten Tag Herr Hagemann,

vielen Dank für Ihren Beitrag.

Für die Entstehung eines möglichst produktiven Dialogs ist es wichtig, dass alle Teilnehmenden die Beiträge verstehen. Sarkasmus und Ironie können bei manchen Menschen zu Verwirrung führen, daher möchte ich Sie bitten, zukünftig darauf zu verzichten und stattdessen eindeutige Äußerungen zu verwenden. Ebenfalls ist ein respektvoller Umgang wichtig, insbesondere sollte die Sachlichkeit in den Beiträgen gewahrt werden. Bitte achten Sie darauf, dass Punkt 1 und 2 der Dialogregeln (https://www.leitentscheidung-perspektiven-nrw.de/dialogregeln) in Ihren Beiträgen eingehalten werden.

Beste Grüße
Sanja Osieja (Online-Moderation)