Dialogveranstaltung in Kerpen-Türnich: Neue Chancen für die Tagebauregion Hambach durch den Entwurf der Leitentscheidung Braunkohle

Blick von hinten in den Veranstaltungssaal mit einer teils im Bild sichtbaren Pinnwand und Stühlen mit Teilnehmern und der Podiumsbühne

Die öffentliche Diskussion über die geplante neue Leitentscheidung Braunkohle der NRW-Landesregierung wird fortgeführt. Am 29. Oktober lud NRW-Wirtschaftsstaatssekretär Christoph Dammermann zur zweiten Dialogveranstaltung in die Erfthalle in Kerpen-Türnich ein. Besonders im Blick waren die Pläne für den Tagebau Hambach.

„Der Klimaschutz, die Industrie, die Raumplanung und die Innovationen – das sind die Aufgaben, vor denen wir im Rheinischen Revier stehen. Insofern ist diese Leitentscheidung nicht nur ein wichtiger Baustein der Arbeit meines Hauses, sondern tatsächlich eine ganz fundamentale Frage, mit der wir uns intensiv beschäftigen. Deswegen nehmen wir diese Bürgerbeteiligung auch so außerordentlich ernst“, betonte Dammermann.

Der Abend wurde zusätzlich live auf dieser Website übertragen. So hatten alle Interessierten die Gelegenheit, die Veranstaltung im Internet mitzuverfolgen und parallel über den Online-Dialog ihre eigenen Beiträge abzugeben.

Nach der Begrüßung durch Dieter Spürck, dem Bürgermeister von Kerpen, sprach Staatssekretär Dammermann über seine großen Hoffnungen an die Öffentlichkeitsbeteiligung für den Entwurf der neuen Leitentscheidung Braunkohle und lud die Teilnehmenden dazu ein, ihre Fragen, Wünsche und Impulse einzubringen. Im Anschluss beantworteten die Podiumsgäste in kurzen Blitzlicht-Interviews die Fragen der Moderation. Im Podium saßen auch Andreas Heller, der Bürgermeister von Elsdorf, Michael Eyll-Vetter, Leiter Tagebauentwicklung der RWE Power AG, Antje Grothus von der Initiative Buirer für Buir, Rainer Deppe MdL, Vorsitzender des Regionalrats des Regierungsbezirks Köln, sowie Dr. Alexandra Renz, die Leiterin der Abteilung Landesplanung im Wirtschaftsministerium. Zusätzlich nahm Dirk Jansen für den BUND NRW am Podiumsgespräch teil.

Im zweiten Teil des Dialogabends konnten alle Anwesenden, darunter die Bürgerinnen und Bürger aus den Anrainergemeinden, unter Einhaltung der Hygieneabstände an Pinnwänden ihre Beiträge zu den einzelnen Leitsätzen der geplanten Leitentscheidung schriftlich festhalten und darüber mit den Podiumsgästen diskutieren. Rund um den Tagebau Hambach wurden unter anderem die Raumentwicklung, Klimaschutzaspekte, der Schutz des Hambacher Forstes sowie die künftige Rekultivierung der Tagebaue und die sozialen Folgen der Umsiedlungen diskutiert.

Zur ersten Dialogveranstaltung hatte NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart bereits am 15. Oktober in die Stadthalle Erkelenz eingeladen. Mehr Informationen und die Aufzeichnung des Livestreams finden Sie im Bereich Veranstaltungen. Die Präsentation der Veranstaltung finden Sie in der Mediathek.